Spannungsfelder: Literatur und Mythos

Der Mythos im 3. Jahrtausend aus komparatisticher Perspektive

Sobald ein Fuß auf das Feld der Literatur- und Kulturwissenschaften gesetzt ist, muss gleichermaßen das Spannungsfeld Literatur und Mythos als betreten gelten. Mythische Denkmuster sind stets Teil des gesellschaftlichen Bewusstseins und der geführten Diskurse. Dass mythische Stoffe in der Literatur- und Kulturgeschichte omni-präsent sind, ist deutlich: Immer wieder werden Motive, Figuren und narrative Muster dieser Stoffe, unabhängig von Gattung und Medium, literarisch oder künstlerisch ver- bzw. bearbeitet und bis heute ständig rezipiert, erneuert und in unterschiedlichste Medien transponiert.

Die Komplexität des Themas bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für Literaturwissenschaftler_innen, sowie Kultur- und Geisteswissenschaftler_innen unterschiedlichster Ausrichtung und wird damit dem fächerübergreifenden Anspruch der Komparatistik als vergleichende Disziplin gerecht. Der Studierendenkongress der Komparatistik kann somit hervorragend dazu beitragen, durch das Aufzeichnen studentischer Stimmen und Standpunkte diesen Diskurs im Bezug auf die komparatistische Perspektive zu vertiefen und weiterzuentwickeln.

Wir wünschen uns einen regen Austausch darüber, wie den vielfältigen Ausarbeitungen des Mythos und den mythischen Strukturen im 3. Jahrtausend Bedeutsamkeit zugeschrieben wird und inwieweit sie damit für die zeitgenössische Kultur relevant sind.